Unsere neue Sparte „Ausbildung“.


Wir zeigen hier neben einem Ausbildungsplan zahlreiche Filmbeiträge,
für die Unterstützung bei der Ausbildung Ihres Hundes zum Jagdbegleiter…

 

André Hentze

Koordinator Ausbildung und KlM-Züchter aus Hünfeld (Region Fulda)

Kim Vogt

Hundeführerin Besitzerin von Bob vom Lengfelder Forst aus Cadolzburg (Region Fürth)

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Magnus Bunk

erfahrener Hundeabrichter und KlM-Züchter aus Lehrte (Region Hannover)

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Ausbildung vom Welpen zum Jagdgebrauchshund

 

– Vorwort –

 

Liebe Freunde des Kleinen Münsterländers,

 

mit dem kleinen Leitfaden zur Ausbildung Ihres KlM wollen wir Ihnen eine Möglichkeit aufzeigen, wie Sie Ihren Welpen zum Jagdgebrauchshund ausbilden können.

 

Den Leitfaden zur Ausbildung von Kleinen Münsterländern hat uns freundlicherweise Herr Rupert Reininger (Zwinger von der Innleit´n) zur Verfügung gestellt und wurde zigmal erfolgreich umgesetzt. Video-Protagonisten sind Kim Vogt und Ihr Rüde Bob vom Lengfelder Forst.

 

Kim ist Erstlingsführerin und so freundlich, die Ausbildung ihres Rüden, mit der Kamera zu begleiten. Wir werden Sie auf der spannenden Reise von der Welpenübernahme, über die Ausbildung zur VJP, HZP bis hin zur VGP begleiten. Magnus Bunk wird die Ausbildungsschritte kommentieren.

 

Natürlich führen viele Wege nach Rom, sodass man die Ausbildungsreihe auch als Büfett betrachten und sich das herauspicken kann, was einem bzw. dem Gespann zusagt bzw. schmeckt. Denn jeder Hund und jeder Hundeführer (HF) ist unterschiedlich. Somit kann es nicht nur den einen Weg in Sachen Ausbildung geben.
Mit der Welpenübernahme, der Welpe wurde jäh von seiner Mutter und Wurfgeschwistern getrennt, sollte Ihr neuer Weggefährte gerade in den ersten Wochen in denen Bindung und Vertrauen entstehen bei alle Ihren Unternehmungen dabei sein. Welpenerwerber sollten alles tun, was der Entstehung neuen Vertrauens und einer neuen sicheren Bindung förderlich ist. Im Haus bekommt der Welpe seinen sicheren Platz (z.B. Box, seine „Höhle“) wo er seine Ruhe hat und nicht gestört wird.

 

Hinweis: Hunde ruhen täglich ca. 18-22 Stunden. Fordern, aber überfordern Sie nicht Ihren Hund.

 

Generell gilt, dass man seinem Zögling immer fair, konsequent, abwechslungsreich, motivierend und ruhig gegenübertritt.

 

Bauen Sie zu Ihrem Zögling eine Bindung auf. Das unsichtbare Band zwischen Hund und Hundeführer soll im Laufe der Ausbildung und des Zusammenlebens immer fester werden. Das daraus resultierende Vertrauen ist die Basis für alles und jedem Gespann zu wünschen. Arbeiten Sie mehr körpersprachlich, möglichst wenig akustisch, denn weniger „Volltexten“, erhöht die Bindung und stärkt die Führigkeit.

 


Das alte pädagogische Grundprinzip „Nur wer erzogen ist, kann auch ausgebildet werden“ hat nichts an seiner Gültigkeit verloren. Erziehen Sie also Ihren Hund und gewöhnen ihn an erwünschte Verhaltensweisen. Bauen Sie immer wieder Ablenkungen und Konflikte in die Ausbildung ein, ritualisieren bestimmte Abläufe und arbeitenSie bitte immer aus der Ruhe heraus.

 


Mit einem Ausbildungsplan, der als Ziel den jagdlich brauchbaren Hund hat, steht der „Rote Faden“ und muss nur umgesetzt werden – und zwar von Ihnen. Das sind Sie Ihrem Hund schuldig. Verlieren Sie sich nicht in der Theorie und in diversen medialen Netzwerken – widmen Sie sich Ihrem Hund und arbeiten mit ihm. Einfach anfangen und die Jagdhundeausbildung gut machen! Diesen Anspruch sollte jeder Hundeführer haben. Ein Plan (s. Ausbildungsplan) ist immer hilfreich. Jeder hat einmal angefangen und auch Fehler gemacht.

 


Leider werden diese Leitgedanken in der Literatur oft nicht stark genug akzentuiert. Die wichtigste Aufgabe ist, dass Sie Ihren Hund zum Gehorsam erziehen und jegliche Vermenschlichung unterlassen. Je besser Ihr KlM erzogen ist, desto sicherer ist er. Denn wenn er weiß, was er darf und wie auszuführen hat bzw. nicht darf, hat er den Halt, die Führung, die jedem Hund zu wünschen ist. Solch gut erzogene Hunde haben mehr Freiheiten und Sie haben mehr Freude mit Ihrem Vierbeiner.

 


Bevor Sie mit der Grundausbildung beginnen, ist es sehr hilfreich folgende Übung voranzustellen: Festigen des Blickkontakts. Sie setzen ihren hungrigen Welpen auf den Tisch (er kann auch stehen). Immer wenn er Sie anschaut, auch wenn er am Anfang nur den Blick streift, wird sofort gelobt und es gibt etwas Futter. Das üben Sie 2-3 Tage in kurzen Sequenzen (2-3 Min. am Stück, mehrere Male über den Tag verteilt) und der Blickkontakt ist gefestigt. Wie will man ohne Blickkontakt kommunizieren und z.B. Sichtzeichen einüben?

 

Weiterhin sollte man in den ersten Wochen (auch später ab und an) das Herankommen auf der Führerrückfährte üben.

 

Dabei verstecken Sie sich und lassen sich von Ihrem Welpen finden, ohne sich bemerkbar zu machen. Diese einfache Übung festigt die Bindung und fördert den Nasengebrauch von klein auf.

 

Im Allgemeinen üben Sie, wenn möglich täglich, lieber kleine Einheiten (2-5 Minuten am Stück) und hören Sie immer mit der besten Übung auf (auch wenn noch Zeit ist). Dass Sie selbst motiviert sind, wird vorausgesetzt. Falls Sie keine Zeit haben, oder den nächsten Termin im Nacken, dann lassen Sie es mit der Übungseinheit. Gönnen Sie aber Ihrem Welpen/ Junghund seine Ruhephasen. Viel Schlaf, Ruhe und ein Rückzugsort für Ihren Hund sind superwichtig. Wir wollen uns ja keinen unruhigen, ständig unter Strom stehenden Arbeitsjunkie erziehen.

 


Man kann dem Lehrling viel über die Stimme, Mimik und Gestik vermitteln. Timing und Motivation sind allerding sehr wichtig. Lob oder Tadel sollten in einem Zeitfenster von ca. einer (1 !) Sekunde erfolgen. Entweder mit der Stimme oder z.B. einem Klicker. Als Währung für gute Arbeit in der Anlernphase gibt es das Futter, was es sonst aus der Schüssel gibt. Deshalb ist es selbstverständlich, dass vor Übungssequenzen oder Übungstagen nichts gefüttert wird. In der Anlernphase kann man das gesamte Futter als Entlohnung geben. Wenn Übungen besonders gut gelingen, gibt es mehr (z.B. eine halbe Hand voll), ansonsten einfach weniger. Wenn der Hund die Handlungsabläufe verinnerlicht hat, schleicht man das Futtergeben aus und gibt nur ab und an etwas. Falls Sie einen schlechten Fresser haben, muss man eine Ersatzmotivation finden (Bällchen, Beißrolle, Spielen usw.).

 

Je unberechenbarer der Ausbilder und abwechslungsreicher Übungen gestaltet werden, desto interessanter und lernintensiver ist er für seinen Hund.

 


Vergessen Sie bitte nicht das Auflösen von Übungen, damit er weiß, wann eine Übung beendet. Nach gelungenen Übungen freuen Sie sich ehrlich mit Ihrem Hund und loben ihn. Nach Übungseinheiten spielen Sie mit Ihrem Zögling zur Auflockerung.

 

Das festigt das Band zwischen Hund und Hundeführer und tut beiden gut.   


Achten Sie bitte während der Hundeausbildung darauf, das freudvolle Wesen Ihres Zöglings zu erhalten. Das verlangt vom HF ein feines Händchen, Geduld und Fairness. Hundeausbildung trägt ungemein zur eigenen Charakterbildung bei.

Dieser Leitfaden zur KlM-Jagdhundeausbildung ist kein geschlossenes Werk. Für Anregungen und konstruktive Kritik sind wir immer offen und lassen diese nach Möglichkeit mit einfließen.

 

Vergessen Sie bitte nicht, Ihren Kleinen Münsterländer von Beginn an auf sämtliche Wildarten zu prägen.

Wir wünschen Ihnen sehr viel Freude bei der Ausbildung Ihres Kleinen Münsterländers und großartige gemeinsame Erlebnisse!

 

Mit Münsterländerheil und HoRüdHo

André Hentze (Koordinator Ausbildung, Verband für kleine Münsterländer e.V)

Ausbildungspläne für Kleine Münsterländer Jagdgebrauchshunde

 

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Für die meisten Welpenerwerber stellt sich über kurz oder lang die Frage, in welchem Zeitfenster die Ausbildung des jungen Hundes stattfinden, welche Prüfungsabschlüsse angestrebt werden, welcher zeitliche Aufwand dafür erforderlich ist und wann der Welpe am besten gewölft sein soll?

 

  • Wann soll mein Welpe am besten gewölft sein?

Die Ausbildungspläne für unseren Welpen und seine Erziehung stehen in einer gewissen Abhängigkeit zum Wurftermin unseres Welpen. Dies ist aber zunächst den wenigsten Wepenerwerbern bewusst. Der Wurftermin gibt den Zeitrahmen für die Ausbildung der jungen Hunde mit vor. Darum zunächst die Frage, wann soll unser Welpe günstigstenfalls gewölft sein. Ich meine Anfang Februar, +/- drei Monate, diesen Zeitraum halte ich für den günstigsten Wurftermin. 

 

  • Früherziehung?

Seit Anbeginn meiner züchterischen Tätigkeit bin ich ein Verfechter der Früherziehung unserer Hunde. Wurde ich anfangs mitleidig belächelt, so ist dies heute Standard und wird in allen einschlägigen Fachmagazinen propagiert. Es ist auch nur folgerichtig, wenn wir Fuchs und Wildhund als Beispiel nehmen. Sie erziehen ihre Welpen sehr früh und nehmen sie bald mit zur Jagd. Bei der Ausbildung des Junghundes, beginnend im Alter von einem Jahr, hat man wertvolle Zeit bereits vertrödelt und man muss das erwünschte Tun oder ein gewohntes Verhalten oftmals bereits durch mehr oder weniger starken Zwang korrigieren. 

Früherziehung ist artgerecht und soll künftig die Regel sein!

(Bereits 1922 schrieb Edmund Löns: „Der Hund lernt alles zur Jagd gehörige, noch bevor er zwölf Monate altgeworden ist. Schon im Alter von vier Monaten tragen meine Welpen den leichten Strohbock, den Kaninchenbalg und das kalte Huhn, solange bis sie sich setzen und ausgeben dürfen. Ich erzog „Spione“, die im Alter von 8 bis 12 Monate fast wie ferme Hunde arbeiteten.“)

 

  • Die Erziehung beginnt mit dem Welpenerwerb!

Erziehen bedeutet gewöhnen an erwünschte Verhaltensweisen. Bei der Früherziehung wird das Verhalten des Junghundes von klein auf, unter Berücksichtigung seiner vorherrschenden psychischen und physischen Leistungsfähigkeiten, durch gezieltes Lernen und konsequente Führung in erwünschte Bahnen gelenkt.

Die Früherziehung erfordert aber ein besonders großes Einfühlungsvermögen und behutsames Vorgehen bei der Ausbildung!

 

  • Vorteile der Früherziehung

Durch die Früherziehung des Junghundes ist die Ausbildung in den Gehorsamsfächern und in den Abrichtefächern im Alter von einem ¾ Jahr bereits sehr weit fortgeschritten.
Ab diesem Zeitpunkt kann man sich verstärkt um die Förderung der jagdlichen Anlagen kümmern und braucht das Gelernte in den Abrichtefächern nur noch zu festigen. Wenn ich aber erst mit einem Jahr mit der Abrichtung beginne, muss ich nahezu zeitgleich die jagdlichen Anlagen fördern und die Ausbildung in den Abrichtefächern vorantreiben.

 

Grundsätzliches zur Jagdhundeausbildung durch Früherziehung:

  • ­ Wir bilden unsere Hunde für die Jagdpraxis und nicht nur für Prüfungen aus!
  • ­ Jagdhundeausbildung ist befugte Jagdausübung.
  • ­ Es ist ein großer Vorteil, wenn die Ausbildung zumindest einmal wöchentlich in einer Ausbildungsgruppe erfolgen kann und von einem kompetenten Ausbilder begleitet wird. Eine Gruppe sollte aus zwei bis fünf Gespannen bestehen.
  • ­ Nie unter Zeitdruck arbeiten oder wenn man selbst schlecht drauf ist
  • ­ Immer Ruhe bewahren und gelassen bleiben, aber dennoch konsequent korrigieren.
  • ­ Bei erwünschtem Verhalten sofort mit einem gesungenen „So ist’s brav“ oder „Jawoll“ loben.
  • ­ Bei unerwünschtem Verhalten sofort mit einem scharfen „Pfui“ verleiden.
  • ­ Bei Kommandos immer auf den Tonfall achten, neutral, lobend oder verleidend!
  • ­ Die Welpen immer wieder spielen lassen und nicht überfordern!
  • ­ Ausbildungsschritte: Schrittweise vorgehen / vom Leichten zum Schweren übergehen; erst wenn das Eine sitzt mit dem Nächsten beginnen!
  • ­ Das Gelernte wiederholen, erst dann mit Neuem weitermachen
  • ­ Möglichst täglich mit dem Hund arbeiten (kleine Einheiten von 5-7 Minuten, dann auflockern, insgesamt wenigstens zweimal ½ Stunde)
  • ­ Es führen zwar auch bei der Jagdhundeausbildung viele Wege „nach Rom“, um das Ziel aber sicher zu erreichen, muss man auch hier einen Weg konsequent gehen!

 

Kommandos (Sicht und Hörzeichen)

  • Sitz, sich vor dem Führer oder an seiner linken Seite auf Sicht- oder Hörzeichen hinsetzen
  • Hier-her, herkommen auf Sicht- oder Hörzeichen
  • Hier, Achtung auf Sicht- oder Hörzeichen
  • Steh, am Platz stehen bleiben, auf Hörzeichen
  • Platz, auf seinen zugewiesenen Platz legen, auf Sicht- oder Hörzeichen
  • Ab, auf der Stelle hinlegen und liegen bleiben, auf Sicht- oder Hörzeichen
  • Bei Fuß, Aufforderung zum „bei Fuß gehen“, Hörzeichen
  • Halt (Down), blitzartiges hinlegen, auf Sicht- oder Hörzeichen
  • Such verlor‘n apport oder apport, Aufforderung zum Bringen, Hörzeichen
  • Zurück apport, Aufforderung zum Bringen auf der Rückspur, Hörzeichen
  • Such voran, Aufforderung zum Suchen, Hörzeichen
  • Pfui, lass das, (nein, das darfst du nicht!) Hörzeichen
  • Such verwundt, Aufforderung zum Suchen auf der Schweißfährte, Hörzeichen
  • Schone, Aufforderung etwas Interessantes zu unterlassen (z.B. Griff in die Schlegel), Hörzeichen

 

  • Was muss der Welpenerwerber in den ersten 4 Wochen nach der Übernahme beachten und tun?
    (Hauptprägephase 8.-12. Lebenswoche):
  • In den ersten 14 Tagen keine Futterumstellung
  • Drei Hauptmahlzeiten. Merke: Je bunter der Teller, desto besser, d.h. sehr abwechslungsreich füttern, damit sich der Welpe an alles gewöhnt
  • Bereits am ersten Tag seinen Platz zuweisen (Holzkiste oder Hundebox möglichst mit Stofflappen aus der Wurfkiste)
  • Kennenlernen der neuen Umwelt in Haus und Garten
  • Vor der ersten Nacht viel spielen und gut Füttern und Lösen lassen; danach auf seinen Platz bringen

–    In der ersten Nacht in seiner Nähe bleiben

  • Wenn sich der Hund nach einer Ruhepause erhebt, in den Garten zu dem Platz bringen (tragen) wo er sich lösen soll

–    Sich viel Zeit für den Welpen nehmen (Eingewöhnungs- und Sozialisierungsphase), aber trotzdem dem Welpen seine Ruhephasen gönnen (ca. 20 Schlaf!)

  • Gewöhnung an das Autofahren
  • Mitnehmen ins Revier und erkunden lassen
  • Falls man sich für die Teilnahme an Welpenspieltagen (Sozialverhalten entwickeln) entscheidet(einmal die Woche für max. eine Stunde), dann bitte darauf achten, dass das „Spielen“ mit gleichaltrigen und gleich starken Junghunden erfolgt. Aber bitte erst, wenn vorher alle ruhig auf ihrem Platz lagen. Es wird immer aus der Ruhe heraus gearbeitet! Fordern Sie das bitte ein und beherzigen dies.

–    Arbeit an der Übungsangel (Kennenlernen von unterschiedlichem Wild)

  • Beginn mit Gehorsamserziehung: Zwingergewöhnung, Verhalten im Haus und Auto
  • auf den Platz gehen, Leinengewöhnung (Rollleine), herkommen auf Ruf und Pfiff
  • Ablegen am Rucksack
  • Wassergewöhnung (nur bei warmem Wasser!)

 

  • Schleppwild besorgen!

Im Herbst und Frühjahr müssen wir uns mit genügend Schleppwild für die Hundeausbildung eindecken. Was brauchen wir?

Ca. 5 Paar Entenschwingen, 5 Stockenten, 3 Paar Fasanenschwingen, 3 Stück getrocknete Hasenbälge, 2 getrocknete Rehdecken,10 Kaninchen, 5 Tauben, Krähen, Elstern, Eichelhäher, Marder und Jungfüchse. 

 

  • Standardausrüstung für jeden Übungstag
  • Pfeife
  • Belohnung
  • Umhängeleine
  • Feldleine
  • Rucksack
  • Handtuch
  • Flinte und Munition

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausbildungspläne

Nachdem sich ein Hundeführer für einen Hund entschieden hat, der möglichst bestens zu seinen jagdlichen Bedürfnissen passt, muss er sich überlegen, welche Ausbildung und Prüfungen er mit seinem Hund absolvieren will.
Grundsätzlich gilt, je besser ein Hund ausgebildet ist umso mehr Freude wird sein Besitzer mit ihm haben. Was am Anfang mit dem Welpen versäumt wird, kann später kaum mehr nachgeholt werden. Bevor man sich einen Welpen ins Haus holt, soll man sich ein solides jagdkynologisches Grundwissen aneignen und sich ein realistisches Bild vom zeitlichen Aufwand für die Hundehaltung und den Ausbildungsaufwand vor Augen führen. Wer einen vielseitigen Jagdge-brauchshund haben will, muss spätestens beim Welpenkauf wissen, wo er seinen Hund ausbilden kann und wer ihn dabei unterstützt. Als „Einzelkämpfer“ wird er sich schwertun, das zeigt die Praxis jedes Jahr aufs Neue.

Ein Hund der nachstehendes dreijährige Trainingsprogramm für Universaljagd-gebrauchshunde absolviert hat, der mit den erforderlichen Anlagen ausgestattet ist und reichlich Erfahrungen in der Jagdpraxis sammeln konnte, wird die diversen Prüfungen mit einem sehr guten Ergebnis oder guten – zumindest genügenden Leistungen bestehen können.

Wer die gesamte Ausbildung und Prüfungen in zwei Jahren absolvieren will, muss einen sehr wesensstarken Hund haben, sehr fleißig üben und selbst ein guter und erfahrener Hundeführer sein. Oftmals geht das hierfür straffe Übungsprogramm und relativ wenig Praxiserfahrung des Hundes zu Lasten der jagdlichen Leistungen und Prüfungsnoten.

Hunde die lediglich eine Brauchbarkeitsprüfung und eine VJP & HZP bestanden haben, können in der Feld- und Wasserarbeit zwar durchaus leidliche Leistungen erbringen; es fehlen aber oftmals die umfassende Ausbildung eines Vollgebrauchshundes, insbesondere in den Gehorsamsfächern.

Jägern mit bescheidenen Jagdmöglichkeiten genügt oftmals ein Jagdhund, der nur eine Brauchbarkeitsprüfung bestanden hat. Aufgrund ihrer beschränkten Ausbildung und bescheidenen jagdlichen Erfahrungen genügen sie oftmals nur den Minimalanforderungen für brauchbare Jagdhunde.

 

Dreijährige Ausbildung

Erstes Jahr:

  • ­ Gehorsamserziehung und jagdliche Grundausbildung
  • ­ danach Brauchbarkeitsprüfung
  • ­ VJP-Vorbereitung
  • ­ Zuchtschauvorbereitung und Zuchtschau

Zweites Jahr:

  • ­ VJP, Vorbereitung und Prüfung
  • ­ HZP, Vorbereitung und Prüfung
  • ­ Schweißarbeit mit Verweisen oder Verbellen,
  • ­ (ÜF 400 – 500m + 200m = Verw. oder Verbeller) Zuchtschauvorbereitung

 

Drittes Jahr:

  • ­ Bringtreueprüfung,
  • ­ VGP Vorbereitung und- prüfung
  • ­ Zuchtschau

 

 

 

 

Zweijährige Ausbildung:

Erstes Jahr:

  • ­ Gehorsamserziehung und jagdliche Grundausbildung
  • ­ danach Brauchbarkeitsprüfung
  • ­ VJP-Vorbereitung
  • ­ HZP-Vorbereitung
  • ­ Zuchtschauvorbereitung

 

Zweites Jahr:

  • ­ VJP, Vorbereitung und Prüfung
  • ­ HZP, Vorbereitung und Prüfung
  • ­ Bringtreueprüfung
  • ­ VGP, mit Verweisen oder Verbellen
  • ­ Zuchtschauvorbereitung und Zuchtschau

 

Einjährige Ausbildung:

Erstes Jahr:

  • ­ Gehorsamserziehung und jagdliche Grundausbildung,
  • ­ danach Brauchbarkeitsprüfung.

 

Ausbildungsinhalte- u. ziele der jagdlichen Grundausbildung und Förderung der jagdlichen Anlagen und – Leistungen (Früherziehung)

 

Hinweis: Bei einem Übungstag (ÜT) trifft man sich mit ca. gleichaltrigen Hunden (und deren HF) und übt gemeinsam die einzelnen Fächer. Die Fächer (Sitz, Hier-Her …usw.) werden daheim ohne große Ablenkung die Woche über eingeübt und gefestigt. Beim ÜT wird unter Ablenkung gearbeitet. Außerdem kann man sich gegenseitig helfen und auf evtl. Fehler aufmerksam machen. Wichtig: Die Hunde immer aus der Ruhe heraus arbeiten lassen. Wer nicht ruhig ist, darf nicht arbeiten. Übungstage eignen sich deshalb u.a. auch gut als Übungen zur Frustrationstoleranz.

 

Übungstag 1 (ab der 12. Lebenswoche)

 

Hinweis: Die Übungsangel eignet sich hervorragend für kleine Tauschspiele als Vorstufe zum Apportieren, um das Vorstehen einzuüben und für Pack- und Hetzspiele an der Sauschwarte und Raubwild

  • Sitz
  • Leinenführigkeit (frei an der Rollleine)
  • Ablegen am Rucksack
  • Herkommen auf Hör und Sichtzeichen
  • Übungsangel mit Apportl
  • Futterschleppe (Pansen), 100 Meter = 130 Schritt, am langen Riemen (a.l.R.)

 

 

Übungstag 2 (ab der 13. Lebenswoche)

 

  • Sitz
  • Leinenführigkeit (frei an der Rollleine)
  • Ablegen am Rucksack
  • Herkommen auf Hör und Sichtzeichen
  • Wassergewöhnung (nur bei warmem Wasser!)
  • Übungsangel (mit Apportl: Fasan, Ente, Hase)
  • Futterschleppe (Pansen), 200 Meter m. einem Haken u. einer Std. Stehzeit, l.R.

 

Übungstag 3 (ab der 14. Lebenswoche)

 

  • Sitz
  • Leinenführigkeit (frei an der Rollleine)
  • Ablegen am Rucksack
  • Herkommen auf Hör und Sichtzeichen
  • Wassergewöhnung (nur bei warmem Wasser!)
  • Übungsangel (mit Apportl: Fasan, Ente, Hase)
  • Apportierübungen (Zwangsapport), Hand dulden,
  • Futterschleppe (Pansen), 300 Meter mit zwei Haken u. zwei Std. Stehzeit, a.l.R.

 

Übungstag 4 (ab der 15. Lebenswoche)

 

Hinweis Zwangsapport: Darunter versteht man das konsequente Einfordern der gelernten Übung. Dies sollte immer maßvoll geschehen.

  • Sitz
  • Leinenführigkeit (bei Fuß an der kurzen Führleine)
  • Ablegen am Rucksack
  • Herkommen auf Hör und Sichtzeichen
  • Wassergewöhnung (nur bei warmem Wasser!)
  • Übungsangel (mit Apportl: Fasan, Ente, Hase)
  • Futterschleppe (Pansen), 200 Meter mit drei Haken und zwei Std. Stehzeit, a.l.R.
  • Apportierübungen (Zwangsapport), Hand dulden, Hasenbalg und Federspiel halten und tragen

 

Übungstag 5 (ab der 16. Lebenswoche)

 

  • Sitz
  • Leinenführigkeit (bei Fuß gehen)
  • Ablegen am Rucksack
  • Herkommen auf Hör- und Sichtzeichen
  • Futterschleppe, 200 Meter mit drei Haken und zwei Std. Stehzeit, a. l. R.
  • Apportierübungen (Zwangsapport), Hasenbalg- und Federspiel aus kurzer Entfernung bringen
  • Wassergewöhnung

 

Übungstag 6 (ab der 17. Lebenswoche)

 

  • Sitz
  • Leinenführigkeit (bei Fuß gehen)
  • Ablegen am Rucksack
  • Herkommen auf Hör- und Sichtzeichen
  • Futterschleppe, 300 Meter mit drei Haken und zwei Std. Stehzeit, l.R.
  • Apportierübungen (Zwangsapport), Hasenbalg- und Federspiel
  • Wassergewöhnung

Übungstag 7 (ab der 18. Lebenswoche)

 

  • Sitz
  • Leinenführigkeit (bei Fuß)
  • Ablegen am Rucksack und Schießen
  • Herkommen auf Hör- und Sichtzeichen
  • Wassergewöhnung und Apportierübungen (an der Übungsangel)
  • Futterschleppe, 400 Meter mit drei Haken und zwei Std. Stehzeit, a. l. R.  
  • Apportierübungen, Hasenbalg- und Federspiel

 

Übungstag 8 (ab der 19. Lebenswoche)

 

  • Sitz
  • Leinenführigkeit (bei Fuß)
  • Ablegen am Rucksack und Schießen
  • Herkommen auf Hör- und Sichtzeichen
  • Futterschleppe, 400 Meter mit drei Haken und zwei Std. Stehzeit, l.R.
  • Apportierübungen (Zwangsapport), Hasenbalg- und Federspiel
  • Wassergewöhnung

 

Übungstag 9 (ab der 20. Lebenswoche)

 

  • Leinenführigkeit und Sitz
  • Herkommen auf Hör- und Sichtzeichen
  • Ablegen am Rucksack und Schießen
  • Verhalten auf dem Stand, mit Treiberlärm und Schießen
  • Downübung (s. Tabel), Hinweis: nur für sehr kurze Zeit üben, dann mit Spiel auflockern, das „Down“ sollte zu einem neutralen Reiz werden
  • Apportierübungen (Zwangsapport), Hasenbalg- und Federspiel 200-400 Schritte
  • Wassergewöhnung
  • Pansenschleppe, 400 Meter mit drei Haken, drei bis fünf Stunden Stehzeit, a.l.R.
  • Suche und Vorstehen an Federwild oder Wachtel & Taube

 

Übungstag 10 (ab der 21. Lebenswoche)

 

  • Leinenführigkeit und Sitz
  • Herkommen auf Hör- und Sichtzeichen
  • Ablegen am Rucksack und Schießen
  • Verhalten auf dem Stand mit Treiberlärm und Schießen
  • Downübung (s. Tabel), Hinweis: Triller auf Sichtzeichen setzen, nur für kurze Zeit üben, dann mit Spiel auflockern, das „Down“ sollte zu einem neutralen Reiz werden
  • Apportierübungen (Zwangsapport), Hasenbalg- und Federspiel
  • Wassergewöhnung
  • Lungenschleppe, 400 Meter mit drei Haken, drei bis fünf Stunden Stehzeit, l.R.
  • Suche und Vorstehen an Federwild oder Wachtel & Taube

 

 

Übungstag 11 (ab der 22. Lebenswoche)

 

  • Leinenführigkeit und Sitz
  • Herkommen auf Hör- und Sichtzeichen
  • Ablegen am Rucksack und Schießen
  • Verhalten auf dem Stand mit Treiberlärm und Schießen
  • Downübung (s. Tabel), Sichtzeichen und Triller parallel, Hinweis: Junghund mit durchgearbeitetem Hund laufen lassen und Downtriller üben, auch wenn Kopf nicht immer perfekt am Boden ist, zufrieden sein, wichtig ist, dass Kleinwaldo stoppt beim Triller, kurze Einheiten üben, dann mit Spiel auflockern, das „Down“ sollte zu einem neutralen Reiz werden
  • Apportierübungen (Zwangsapport), Hasenbalg- und Federspiel 50 Schritte
  • Bringen aus tiefem Wasser
  • Lungenschleppe, 400 Meter mit drei Haken, drei bis fünf Stunden Stehzeit
  • Suche und Vorstehen an Federwild oder Wachtel & Taube

 

Übungstag 12 (ab der 23. Lebenswoche)

 

  • Leinenführigkeit und Sitz
  • Herkommen auf Hör- und Sichtzeichen
  • Ablegen und Schießen
  • Verhalten auf dem Stand, mit Schussabgabe im Treiben
  • Downübung (s. Tabel), Sichtzeichen und Triller parallel, Hinweis: Junghund mit durchgearbeitetem Hund laufen lassen und Downtriller üben, immer mehr auf exaktere Ausführung achten, kurze Einheiten üben, dann mit Spiel auflockern, das „Down“ sollte zu einem neutralen Reiz werden
  • Apportierübungen, Hasenbalg- und Federspiel 100-200 Schritte mit einem Haken
  • Bringen aus tiefem Wasser
  • Künstliche Schweißfährte, 300 Meter mit drei Haken, drei bis fünf Stunden Stehzeit und ca. 1/8l Schweiß
  • Suche und Vorstehen an Federwild oder Wachtel & Taube
  • Spurarbeit mit Feldhasen an der Feldleine

 

Übungstag 13 (ab der 24. Lebenswoche)

 

  • Leinenführigkeit und Sitz
  • Herkommen auf Hör- und Sichtzeichen
  • Ablegen und Schießen
  • Verhalten auf dem Stand, mit Schussabgabe im Treiben
  • Downübung (s. Tabel), Sichtzeichen und Triller parallel, Hinweis: Junghund mit durchgearbeitetem Hund laufen lassen und Downtriller üben, immer mehr auf exaktere Ausführung achten, kurze Einheiten üben, dann mit Spiel auflockern, das „Down“ sollte zu einem neutralen Reiz werden
  • Schleppenarbeit, Hasenbalg- und Federspiel 200 / 400 Schritte
  • Verlorensuchen einer Ente aus deckungsreichem Gewässer
  • Künstliche Schweißfährte, 300 Meter mit drei Haken, drei bis fünf Stunden Stehzeit und ca. 1/8 l Schweiß
  • Suche und Vorstehen an Federwild oder Wachtel & Taube
  • Spurarbeit mit Feldhasen an der Feldleine

 

 

Übungstag 14 (ab der 25. Lebenswoche)

 

  • Leinenführigkeit und Sitz
  • Herkommen auf Hör- und Sichtzeichen
  • Ablegen und Schießen
  • Verhalten auf dem Stand
  • Downübung (s. Tabel), Sichtzeichen und Triller parallel, Hinweis: Junghund mit durchgearbeitetem Hund laufen lassen und Downtriller üben, immer mehr auf exaktere Ausführung achten, „Liegezeiten“ verlängern, dann mit Spiel auflockern, das „Down“ sollte zu einem neutralen Reiz werden
  • Schleppenarbeit, Kaninchen und Federwild oder Dummy, 200 / 400 Schritte
  • Verlorensuchen einer Ente aus deckungsreichem Gewässer
  • Künstliche Schweißfährte, 400 Meter mit drei Haken, drei bis fünf Stunden Stehzeit und ca. 1/8l Schweiß
  • Suche und Vorstehen an Federwild oder Wachtel & Taube
  • Spurarbeit mit Feldhasen überwiegend an der Feldleine

 

Übungstag 15-20


–      Leinenführigkeit und Sitz

  • Herkommen auf Hör- und Sichtzeichen
  • Verhalten auf dem Stand
  • Downübung (s. Tabel), Sichtzeichen und Triller parallel, Hinweis: mit Junghund allein arbeiten, auf exakte Ausführung achten, „Liegezeiten“ verlängern, dann mit Spiel auflockern, das „Down“ sollte zu einem neutralen Reiz werden
  • Suche und Schussfestigkeitsprüfung
  • Federwildschleppe im Feld, 200 Schritt
  • Kaninchenschleppe im Wald, 400 Schritt
  • Schussfestigkeitsprüfung im Wasser
  • Verlorensuchen einer Ente aus deckungsreichem Gewässer
  • Künstliche Schweißfährte Verhalten am Stück
  • Suche und Vorstehen an Federwild oder Wachtel & Taube
  • Spurarbeit mit Feldhasen überwiegend an der Feldleine

 

 

Brauchbarkeitsprüfung, sofern die Möglichkeit besteht!

 

Nach der Brauchbarkeitsprüfung: Vorbereitung auf VJP & HZP

 

  • Herkommen
  • Leinenführigkeit
  • Folgen frei bei Fuß
  • Halt (Gehorsam an Wild)
  • Schussfestigkeit im Feld
  • Suche und Vorstehen an Federwild oder Wachtel & Taube
  • Spurarbeit mit Feldhasen oder Fuchs
  • Verlorensuchen einer Ente aus deckungsreichen Gewässer
  • 400m Übernachtschweißfährte mit Totverweisen od. –verbellen

 

 

 

 

 

 

 

Übungstag Feld (VJP + Gehorsam + Btr. + Zuchtschau), ca. 5-6 Übungswochen

 

Ausbildungsinhalte u. -ziele: Ausbildung bzw. Vorbereitung für die Feldarbeit, Gehorsam, Fuchsfächer und Zuchtschau gemäß der VZPO, VGPO und

Zuchtschauordnung. 

 

  • Spurarbeit
  • Nasengebrauch
  • Suche
  • Vorstehen
  • Führigkeit
  • Schussfestigkeit
  • Herkommen
  • Leinenführigkeit
  • Folgen frei bei Fuß
  • Ablegen und Schießen
  • Halt (Down)
  • Fuchsschleppe 130 – 400 Schritte
  • Fuchs über Hindernis
  • mit Fuchs
  • Gebißkontrolle
  • Messen
  • Stehen
  • Bewegen

 

Übungstag Saugatter, ca. 3-5 Übungstage

Ausbildungsinhalte u. -ziele: Ausbildung bzw. Vorbereitung für die Schwarzwildejagung und Erwerb des Leistungszeichen „S“

 

  • 1 x Üben mit der Schubkarrensau und/ oder Pendelsau (eignet sich auch hervorragend als Ende bei der Schweißarbeit)
  • 2 Übungstage im Schwarzwildgatter, hier sollten die Welpen mindestens 16 Wochen alt sein
  • 1x Verhaltensprüfung im Saugatter

Übungstage Feld (HZP + BP) (15.-18. Übungswochen)

 

Ausbildungsinhalte u. -ziele: Ausbildung für die Feld-, Wasser-, Schweißarbeit und Gehorsam, gemäß VZPO und VGPO.

 

Mittwoch-Programm:

 

–       Federwildschleppe
–       Haarwildschleppe im Feld
  • Frei Verlorensuchen und Bringen
  • Suche im Feld
  • Vorstehen
  • Benehmen vor eräugtem Haarwild (*)
  • Benehmen vor eräugtem Federwild
  • Schussruhe
  • Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer (*)

 

Wochenend-Programm:

 

­       Federwildschleppe
­       Haarwildschleppe im Wald
  • Frei Verlorensuchen und Bringen
  • Suche im Feld
  • Vorstehen
  • Benehmen vor eräugtem Haarwild (*)
  • Benehmen vor eräugtem Federwild
  • Schussruhe
  • Schussfestigkeit im Wasser
  • Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer
  • Stöbern mit lebender Ente im deckungsreichen Gewässer (3 Enten)
  • Leinenführigkeit (*)
  • Folgen frei bei Fuß (*)
  • Ablegen und Schießen (*)
  • Verhalten auf dem Stand (*)
  • 400 – 600m Übernachtschweißfährte mit Totverweisen

(*) = soweit die Zeit reicht.

 

Übungstag Feld

 

Ausbildungsinhalte u. -ziele: Ausbildung für die Feldarbeit und Gehorsam, gemäß VZPO/VGPO.

–       Federwildschleppe
  • Kaninchenschleppe
  • Frei Verlorensuchen und Bringen
  • Suche im Feld
  • Vorstehen
  • Benehmen vor eräugtem Haarwild
  • Benehmen vor eräugtem Federwild
  • Schussruhe

 

Übungstag Gehorsam & Wald & Wasser

 

Ausbildungsinhalte u. -ziele: Ausbildung für Gehorsam sowie die Feld-, Wasser- und Waldarbeit, gemäß VZPO/VGPO.                                                                        

 

  • Leinenführigkeit
  • Folgen frei bei Fuß
  • Ablegen und Schießen
  • Verhalten auf dem Stand
–       400m Übernachtschweißfährte mit Totverweisen o. –verbellen (*)
–       Haarwildschleppe
  • Fuchsschleppe
  • Fuchs über Hindernis
  • Buschieren ab 06.09.
  • Stöbern ab 06.09.
  • Schussfestigkeit im Wasser
  • Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer
  • Stöbern mit lebender Ente im deckungsreichen Gewässer (max. 3 Enten)

 

(*) Schweißfährten, zwei pro Woche!
Zum Legen der Fährten werden zwei Personen benötigt.)
Jeder Führer muss fachgerecht gewonnen und sofort tiefgefrorenen Schweiß vorhalten.

Jeder Führer muss grundsätzlich sein eigenes Schleppwild mitbringen. Für die Fuchsarbeit reicht, pro Übungstag, 1 Fuchs und dieser ist nach Absprache von einem Teilnehmer mitzubringen.

Lebende Enten werden am besten zentral beschafft.
Vorstehwild muss jeder Führer selbst vorhalten.

 

Ramerberg, im Herbst 2022

© Rupert Reininger

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Vorstellung

Kim Vogt … und KlM Bob vom Lengfelder Forst

Der Anfang mit dem Welpen

Bindung zum Welpen aufbauen

  • intrinsischen Folgetrieb des Welpen nutzen
  • keine verbale Interaktion erhöht die Führigkeit
  • gemeinsame, positive Erlebnisse stärken ebenso die Bindung zum Welpen

Wassergewöhnung

  • warmes Gewässer wählen
  • Welpe sollte das Wasser ohne Zwang annehmen
  • Futter kann hier als positiver Verstärker dienen

Verschiedene Umgebungen erkunden

  • Welpe sollte sich erst in seinem neuen Zuhause eingelebt haben
  • keine Überforderung schaffen, sondern Schritt-für-Schritt vorgehen
  • Futter kann als positiver Verstärker dienen

Herankommen auf Doppelpfiff

  • mit einem älteren Zweithund kann die Methode der Nachahmung hilfreich sein
  • Herankommen nach Doppelpfiff muss immer mit positiver Verstärkung (z. B. Futter) belohnt werden
  • Wichtig: Vor der VJP sollte ein Hund niemals von einer Hasenspur abgerufen werden!

Bringfreude fördern

  • Übungen zuerst zuhause ohne Ablenkung durchführen
  • draußen wieder erst mit sehr kurzen Distanzen beginnen und dann steigern
  • Auswahl des richtigen Apportiergegenstandes an das Alter des Welpen anpassen
  • Futter als positiver Verstärker
  • im Welpenalter spricht man noch nicht von Apport, sondern von Bringfreude

Sitz und Bleib

  • immer die gleichen Signale verwenden (wichtig auch bei mehreren Personen, die mit dem Welpen arbeiten)
  • Sichtzeichen und verbale Kommandos verwenden
  • Futter als positiver Verstärker
  • Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“ müssen immer aufgelöst werden (z. B. durch eine Handbewegung oder durch „Geh“, „Lauf“)
  • aus dem Kommando „Platz“ niemals abrufen – immer abholen!

Vorstehen fördern und bestätigen

  • die Reizangel ist ein hilfreiches Werkzeug um das Vorstehen zu schulen
  • steht der Hund vor wird er mit einem langgezogenen, ruhigen „Steh“ bestärkt
  • Welpen sollten vom Vorstehen immer abgetragen werden, um ein Einspringen zu verhindern
  • ältere Hunde werden gerne mit dem Wort „Tock“ zum Einspringen aufgefordert
  • beim Vorstehen wird unterschieden in
    • sichtiges Vorstehen und
    • der Hund hat Witterung

Naseneinsatz fördern

  • Verstecken des Hundeführers erhöht die Führigkeit und schult den Naseneinsatz des Welpen
  • wichtig ist eine positive Verstärkung, sobald der Welpe den Führer/die Führerin gefunden hat

Futtersuchspiele

  • schulen den Naseneinsatz
  • positive Verstärkung durch das Futter

Vorbereitung zur VJP

Videos folgen…